Häufige Fragen

Was Sie wissen möchten – ehrlich beantwortet.

Die meisten Menschen die uns kontaktieren haben noch nie mit einem Assistenzhund zu tun gehabt. Diese Fragen stellen fast alle. Und sie verdienen klare Antworten.

Wo anfangen?

Genau das klären wir im Erstgespräch – unverbindlich und ehrlich. Susanne hört sich Ihre Situation an und sagt Ihnen offen, ob ein Assistenzhund realistisch helfen kann, welche Art des Hundes sinnvoll wäre und wie der Weg dahin aussieht.

Kein Verkaufsgespräch. Kein Druck. Nur eine ehrliche Einschätzung von jemandem, der seit über zehn Jahren genau das macht.

Der erste Schritt: Schreiben Sie uns eine kurze Nachricht über Ihre Situation. Alles andere ergibt sich im Gespräch. Zum Kontaktformular →

Bei uns gibt es einen Weg: die Selbstausbildung. Das bedeutet: Susanne sucht und wählt den passenden Welpen für Sie aus – nach Charakter, Eignung und Ihrer persönlichen Situation. Der Hund zieht direkt bei Ihnen ein. Die Ausbildung geschieht gemeinsam, in regelmäßigen Trainingseinheiten mit Susanne, über einen Zeitraum von ca. zwei Jahren.

Am Ende steht die Teamprüfung – und ein Hund, der von Anfang an zu Ihnen gehört.

Die Ausbildung

Nein – gar nicht. „Selbstausbildung“ bedeutet, dass Sie als Teampartner aktiv einbezogen sind. Susanne begleitet Sie durch den gesamten Prozess. Sie wählt den Welpen aus, plant die Trainingsschritte und ist bei jeder Einheit dabei. Sie setzen gemeinsam um.

Das hat einen entscheidenden Vorteil: Der Hund wächst mit Ihnen auf. Die Bindung zwischen Ihnen ist von Tag eins echt – nicht erst nach zwei Jahren Fremdausbildung.

Gerade für Kinder ist das besonders wichtig: Warnhunde wie Epilepsie- oder Diabetikerwarnhunde müssen die engste Bindung zum betroffenen Kind aufbauen – das gelingt nur, wenn der Hund von Anfang an im Haushalt lebt.

Die Ausbildung dauert durchschnittlich ca. zwei Jahre. Das erste Lebensjahr ist der Wesensentwicklung gewidmet – Susanne legt großen Wert darauf, dass der Hund in Ruhe aufwachsen darf. Kein Drill, kein Druck.

Ab dem zweiten Lebensjahr beginnt die eigentliche Spezialausbildung. Der Hund wird schrittweise an seine späteren Aufgaben herangeführt – immer in seinem Tempo, immer gewaltfrei.

Die Trainingseinheiten mit Susanne finden regelmäßig statt – wie oft, hängt vom Ausbildungsstand und Ihren Möglichkeiten ab. Dazu kommt die tägliche Routine mit dem Hund: Fürsorge, Bewegung, Alltagsintegration.

Die Selbstausbildung erfordert Disziplin und Engagement. Sie ist kein Rundum-Sorglos-Paket. Aber sie ist auch das, was am Ende einen Hund hervorbringt, der wirklich zu Ihnen passt – weil er mit Ihnen gewachsen ist.

Kosten & Finanzierung

Die Kosten der Selbstausbildung setzen sich so zusammen:

  • Welpenauswahl durch Susanne: 500 €
  • Einzelstunde Training: 60 €
  • Teamprüfung: 300 €

Für eine vollständige Ausbildung empfehlen wir, mit mindestens 50 Einheiten zu rechnen – wie viele tatsächlich nötig sind, hängt stark vom Team ab.

Hinzu kommen die Kosten für den Welpen selbst (direkt vom Züchter) sowie laufende Kosten wie Futter, Tier­arzt, Ausrüstung und Haftpflichtversicherung.

Im Vergleich: Eine Fremdausbildung kostet ab 20.000 € – und das ohne die enge Bindung, die in der Selbstausbildung von Anfang an entsteht.

Die Krankenkassen übernehmen bisher nur die Kosten für Blindenführhunde. Für alle anderen Assistenzhundarten gibt es keine gesetzliche Kostenerstattung – das ist eine der Ungerechtigkeiten, für die Susanne sich politisch einsetzt.

Es gibt aber Möglichkeiten:

  • Fonds Sexueller Missbrauch der Bundesregierung: für PTBS-Betroffene mit entsprechendem Hintergrund. Vorherige Absprache mit dem Therapeuten empfohlen.
  • Weißer Ring: weitere mögliche Unterstützung für PTBS-Betroffene.
  • Persönliches Budget: In einigen Fällen können Trainingsstunden über das Persönliche Budget finanziert werden. Individuelle Prüfung erforderlich.
  • Fundraising & Spenden: Viele Familien finanzieren ihren Assistenzhund ganz oder teilweise über öffentliche Spendenaktionen. Wir unterstützen Sie dabei gerne mit Informationsmaterial.

Sprechen Sie uns an – wir helfen, den für Sie passenden Weg zu finden.

Voraussetzungen

Diese Frage stellen sich viele – und sie ist berechtigt. Ein Assistenzhund ist kein Allheilmittel und nicht für jeden die richtige Lösung. Susanne klärt das offen im Erstgespräch.

Grundvoraussetzungen sind:

  • Sie können sich physisch, psychisch und finanziell um einen Hund kümmern
  • Sie können dem Hund neben seiner Arbeit auch Hundezeit gönnen – Bewegung, Artgenossenkontakt, Erholung
  • Sie leben in einem stabilen Umfeld, in dem im Notfall auch jemand anderes kurzfristig einspringen kann
  • Sie sind bereit, aktiv mitzumachen – die Ausbildung erfordert Ihre regelmäßige Mitarbeit

Wenn Sie sich nicht sicher sind ob das auf Sie zutrifft – sprechen Sie es offen an. Susanne urteilt nicht. Sie findet gemeinsam mit Ihnen heraus, ob es einen Weg gibt.

Eine formale Diagnose ist keine zwingende Voraussetzung für die Ausbildung selbst. Für bestimmte Finanzierungswege und später für die offiziellen Zutrittsrechte des Hundes kann eine ärztliche oder therapeutische Bestätigung jedoch hilfreich oder notwendig sein.

Wichtiger als ein Diagnose-Stempel ist für Susanne: Brauchen Sie wirklich einen Assistenzhund? Und ist dieser Weg für Sie machbar? Diese Fragen klären wir gemeinsam.

Für mein Kind

Assistenzhunde für Kinder – sei es bei Autismus, Epilepsie, Diabetes oder anderen Einschränkungen – sind ein besonderes Thema. Susanne bildet sie aus, aber sie nimmt sich die Zeit, im Erstgespräch wirklich zu verstehen, was Ihr Kind braucht.

Grundlegendes für Kinder:

  • Es gibt kein starres Mindestalter – das wird individuell entschieden
  • Bei Warnhunden (Epilepsie, Diabetes) muss der Hund die engste Bindung zum betroffenen Kind aufbauen. Das geht nur, wenn der Hund von Anfang an im Haushalt lebt – was bei der Selbstausbildung automatisch der Fall ist
  • Die Eltern tragen die Verantwortung für den Hund und müssen aktiv an der Ausbildung teilnehmen
Ein Assistenzhund kann für Eltern eines Kindes mit einer Einschränkung mehr sein als Hilfe fürs Kind – er kann auch Ihnen als Eltern etwas zurückgeben: Sicherheit, Entlastung, nächtliche Ruhe.
Mein eigener Hund

Grundsätzlich ja – aber nicht jeder Hund ist geeignet. Der erste Schritt ist ein Eignungstest (100 €), bei dem Susanne prüft ob Ihr Hund das Wesen eines Assistenzhundes mitbringt.

Was geprüft wird: Wesensstärke, Aggressionslosigkeit, Freundlichkeit, Lernbereitschaft, Freude an der Arbeit mit Menschen. Ihr Hund muss dafür keine speziellen Kommandos kennen – es geht um seinen Charakter.

Wenn der Test positiv verläuft und Ihr Hund gesund ist, kann die Ausbildung beginnen. Wie lange sie dauert, hängt vom bisherigen Trainingsstand und dem Alter des Hundes ab.

Ehrliche Einschätzung: Nicht jeder Hund hat das Potential zum Assistenzhund – das hängt weniger von der Rasse ab als vom individuellen Charakter. Susanne sagt Ihnen nach dem Test klar, was möglich ist.
Rechte & Alltag

Assistenzhunde gelten vor dem Gesetz als Hilfsmittel – ähnlich wie ein Rollstuhl oder eine Prothese. Das bedeutet: Sie dürfen Ihren Partner überall hin begleiten, auch dort wo Hunde sonst nicht erlaubt sind:

  • Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte
  • Ärzte, Krankenkhäuser, Praxen
  • Restaurants und Cafés
  • Theater, Kinos, öffentliche Einrichtungen
  • Öffentliche Verkehrsmittel (kostenlos)

Außerdem sind Assistenzhunde von der Hundesteuer befreit.

Wichtig: Diese Rechte gelten erst nach bestandener Teamprüfung – nicht bereits während der Ausbildung. Hunde in Ausbildung haben eingeschränktere Rechte, die je nach Bundesland variieren.

Das passiert leider immer wieder – oft aus Unwissenheit. Susanne bereitet ihre Teams darauf vor und gibt ihnen Handlungsempfehlungen mit. Mit dem Ausweis und der Kenndecke nach der Teamprüfung haben Sie die wichtigsten Nachweise dabei.

Im Zweifelsfall hilft ein ruhiges Gespräch mehr als Konfrontation. In hartnäckigen Fällen kann die zuständige Behörde eingeschaltet werden. Susanne unterstützt ihre Teams auch in solchen Situationen.

Prüfung & Nachsorge

Am Ende der Ausbildung steht die Teamprüfung – sie bestätigt, dass Hund und Mensch als eingespielte Einheit funktionieren. Geprüft werden:

  • Grundausbildung und Verhalten in der Öffentlichkeit
  • Sicheres Ausführen der Spezialaufgaben in verschiedenen Umgebungen
  • Einhaltung der internationalen Standards für Assistenzhunde

Nach bestandener Prüfung erhält das Team eine Kenndecke und einen Ausweis – die offiziellen Erkennungszeichen des Assistenzhundes.

Nein – und das ist bewusst so. Susanne übernimmt lebenslange Verantwortung für alle durch sie ausgebildeten Teams. Das bedeutet:

  • Nach einem Jahr findet eine Nachprüfung statt
  • Danach regelmäßige Überprüfungen in längeren Abständen
  • Susanne bleibt Ansprechpartnerin bei Fragen, Veränderungen oder Problemen
  • Sollte der Teampartner versterben oder die Haltung unmöglich werden, übernimmt Susanne die Verantwortung für den Hund

Ein Assistenzhund von Susanne ist kein Produkt – er ist ein Versprechen.

Hunde in Ausbildung haben noch nicht die vollen Zutrittsrechte eines fertig ausgebildeten Assistenzhundes. Die genauen Regelungen variieren je nach Bundesland. In der Praxis empfehlen wir, während der Ausbildung bereits einen Trainingsnachweis von Susanne mitzuführen – das klärt viele Situationen im Alltag.

Ihre Frage steht noch nicht hier?

Susanne beantwortet sie persönlich – ehrlich und ohne Umwege.

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