Ein PTBS-Hund erkennt Zeichen von Dissoziation und Übererregung – und unterbricht das Muster, bevor die Situation eskaliert. Nicht durch Worte. Durch Bindung.
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) – ob durch Kriegseinsatz, Unfall, sexualisierte Gewalt oder andere traumatische Erlebnisse – bedeutet für viele Betroffene einen Alltag im Ausnahmezustand: Hypervigilanz, Flashbacks, Dissoziation, Schlafstörungen.
Ein ausgebildeter PTBS-Hund lernt, die körperlichen Frühzeichen einer sich anbahnenden Dissoziation oder Panikreaktion zu erkennen – und greift ein. Er erdet seinen Menschen, lenkt die Aufmerksamkeit um, schafft körperliche Präsenz in einem Moment, in dem der Kontakt zur Realität zu entgleiten droht.
Das ist keine Therapie. Es ist unmittelbares Krisenmanagement im Alltag – durch einen Partner, der 24 Stunden an der Seite ist.
PTBS-Hunde verlangen besonders feinfühlige Ausbildung – der Hund muss seinen Menschen tief kennen, um zuverlässig helfen zu können.
Therapiehunde besuchen Menschen kurzzeitig in therapeutischen Settings – Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen. Sie gehören nicht einer betroffenen Person und haben keine spezifische Assistenzausbildung.
Ein PTBS-Hund lebt bei seinem Menschen. Er ist rund um die Uhr präsent, kennt die individuellen Triggersignale, hat spezifische Aufgaben trainiert und besi@t den offiziellen Status eines Assistenzhundes mit Zutrittsrecht zu allen öffentlichen Bereichen.
Der PTBS-Hund ersetzt keine Therapie – aber er macht den Alltag zwischen den Therapiestunden sicherer, stabiler und bewältigbarer.
Manche meiner Klienten können zum ersten Mal seit Jahren wieder Bus fahren. Nicht weil der Hund etwas „macht“ – sondern weil seine Präsenz das Nervensystem reguliert.
Susanne NeesSusanne klärt im Erstgespräch, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen – beim Hund, beim Menschen, und in der Lebenssituation.